Mikroskopfotografie

Freitag, 12. April 2002, 20Uhr – wir haben Gelegenheit bei de Firma SIS surgical instrument systems ltd. in Ipsach einen ganz speziellen fotografischen Einblick zu geniessen.

Zwischen den anstrengenden Blicken durchs Mikroskop muss man sich auch etwas entspannen.

Wo bei "normaler" Makrofotografie das höchste der Gefühle bei Abbildungsmassstäben von sagen wir 5:1 aufhört, fangen wir nicht einmal an. Das Thema des Abends heisst nämlich MIKROSKOP-Fotografie. Bei 10:1 bis 40:1 können wir uns warmlaufen und über 100- und 200-fache Vergrösserung zur Extremeinstellung von 500:1 gelangen.

Diese Art der Fotografie ist natürlich auch für Routiniers gewöhnungsbedürftig und so erstaunt es nicht, dass die 8 Teilnehmer erst im Verlauf des Abends die Technik in den Griff bekommen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Es ist ja auch nicht selbstverständlich, dort Motive zu entdecken, wo normalerweise "nichts" zu sehen ist – aber die Suche lohnt sich.

Das ist nicht des Pudels- sondern des Apfels-Kern. Foto: Ernst Müller
Unser 2-Fränkler zeigt schon bei geringer Vergrösserung seine "Rubens"-Formen. Foto: Diego Bottecchi
Hingegen braucht es schon etwas mehr Kohle unter die Lupe, um diesen Ausschnitt in der 10-er Note zu finden – und auch das Licht will gezielt in das Hologramm geleitet werden. Foto: Diego Bottecchi
Wo finden wir wohl diese an Seide erinnernden Strukturen? Ganz einfach in einem Wespenflügel. Foto: tja, dieses Motiv hatten etliche Teilnehmer anvisiert.
Salzlösung auf ein Glas, das Kunstlicht etwas reduziert und schon macht dieses Motiv dem schönsten Winterfenster Konkurrenz. Foto: MarieRose Krebs
Da bleibt einem ja die Spucke weg! Bei 500-facher Vergrösserung erhält sogar diese Flüssigkeit etwas Ästhetisches. Foto: Hans Rüst

Und wie es so ist …

… wenn man endlich die grössten Tücken des Objekts im Griff hat, ist der Abend auch schon vorbei. Wir wurden jedoch in vielerlei Hinsicht inspiriert. Die Eine oder der Andere werden sicher in dieser Technik weitersuchen …

Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle an die Firma SIS, welche uns diesen speziellen Durchblick ermöglichte und an Marco Maeder, welcher uns den Abend vorbereitet hat und uns während der Arbeiten mit Rat und Tat zur Seite stand.

Christian Kleis

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